Leonhart Fuchs
W. Waimann
Leonhart Fuchs: Das Kräuterbuch von 1543

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Von Buch▀baum. Cap. CCXLVIII.

 

Abbildung Buch▀baum
Buch▀baum ( CCCLXVI )
Abbildung: Seite 640

Deutsch: Buchsbaum, gew÷hnlicher
English: Boxwood
English: Box, common
Francais: buis
Latein: Buxus sempervirens

Namen.

B
Uchßbaum würdt in Griechischer zungen Pyxos geheyssen / in Lateinischer Buxus.

Gestalt.

   Der Buchßbaum verleürt seine bletter nimmer. Dieselben seind klein / garnach rund / wie an dem gewechß Myrtus genent. Seine blust ist grun / der same rotlecht und rund / ab welchem alle thier ein abscheühen haben. Sein holtz ist so dick / spissig und hart / das es sich / gleich wie eisen / dem feur widersetzt / und gibt weder flammen noch äschen / faulet auch nimmer. Die wurtzel ist krauß.

Statt seiner wachsung.

   Der Buchßbaum wechßt gern in der höhe im gebirg / an kalten orten / unn so an der sonnen gelegen seind.

Zeit.

   Der Buchßbaum bleibt summer unn winter grün / wie man am liedlin singt / und verleürt seine hüpsche gleissende grüne bletter zu keiner zeit.

Die natur und complexion.

   Der Buchßbaum zeücht zusamen / darumb ist er kalter und truckner natur / und in keinen weg / wie ettlich vermeynen / einer mittelmässigen substantz.

Krafft und würckung.

   Der Buchßbaum hat keinen grossen brauch in der artzney. Doch seine bletter / so sie in der laug gesotten werden / unn mit derselbigen nachmals das haupt gewäschen würdt / machen rot oder gelbs har. Das sägmeel oder abfeil vom Buchßbaum in wasser gesotten und getruncken / stellt den bauchfluß. Die verwundten natern werden widerumb geheylt / so bald sie die wurtzel des Buchßbaums versuchen. Es sol sich menigklich hüten unnd in keinen weg sich under Buchßbaum legen / noch vil weniger darunder schlaffen / dann sein geschmack dem hirn / ja der gantzen natur des menschen / widerwertig ist.

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© 02.05.2011 E-Mail kreuterbuch@waimann.de