Leonhart Fuchs
W. Waimann
Leonhart Fuchs: Das Kräuterbuch von 1543

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Von Katzenklee. Cap. CLXXXVIII.

 

Abbildung Katzenklee
Katzenklee ( CCLXXIX )
Abbildung: Seite 497

Deutsch: Klee, Acker-
English: Clover, white
English: Clover, trefoil
English: Hare's-foot
Francais: tréfle des champs
Francais: pied de lièvre
Latein: Trifolium arvense

Namen.

K
Atzenklee würt auch von ettlichen Ketzlin / und Hasenfuß genent / von wegen seiner blust / die sich einem Hasenfuß oder eim Felberketzlin im Lentzen vergleicht. Auff Griechisch heyßt diß kraut Lagopus / zu Latein Leporinus pes. Zu unsern zeiten Trinitas / oder Trifolium humile.

Gestalt.

   Katzenklee hat einen runden harigen stengel. Die bletter seind dem Wisen und gemeinen Klee gantz gleich. Seinen samen bringt er in gantz weissen unnd harigen ketzlin / welche sich einem Hasenfuß vergleichen. Die wurtzel ist klein und holtzecht.

Statt seiner wachsung.

   Katzenklee wechßt in dem treyd und früchten hin und wider / unn in gärten.

Zeit.

   Die Ketzlin blüen im Brachmonat und Augstmonat am fürnemlichsten.

Die natur und complexion.

   Katzenklee trücknet seer / wie man auß seiner krafft kan abnemen.

Die krafft und würckung.

   Katzenklee in rotem wein gesotten unnd getruncken ist fürtreffenlich gut zu stellen den bauchfluß unn die roten rhur. Denen aber so das feber haben sol mans mit wasser jngeben. So einem die scham geschwollen ist / sol er diß kraut anhencken / so vergeet jm die geschwulst.

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© 02.05.2011 E-Mail kreuterbuch@waimann.de